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Giropay

Kündigen Giropay: Die richtige Vorgehensweise

Erfahren Sie, wie Sie Giropay einfach kündigen können. Nutzen Sie unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung. Tocancel Bewertung: 4.8/5. Jetzt informieren!

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Wann möchten Sie Giropay beenden?

Giropay kündigen: ihre rechte und sicherer weg zur beendigung

Was ist Giropay und warum sie kündigen möchten

Giropay ist eines der etabliertesten deutschen Online-Bezahlverfahren, das seit 2006 Millionen Kunden ermöglicht, sicher über ihr Online-Banking zu zahlen. Von deutschen Banken und Sparkassen entwickelt, bietet es eine heimische Alternative zu internationalen Zahlungsdiensten wie PayPal oder Apple Pay. Die giropay GmbH mit Sitz in Berlin betreibt das System, das heute zur Paydirekt-Familie gehört und unter der Marke "giropay | Kwitt" firmiert.

Anders als klassische Abos benötigen Sie bei Giropay keine formale Kündigung, um die Nutzung zu beenden - doch es gibt Szenarien, in denen Sie Ihre Geschäftsbeziehung regeln sollten. Tocancel hilft Ihnen, diese Situationen klar zu navigieren und Ihre Rechte zu schützen.

Häufige gründe für die beendigung von Giropay

Viele Nutzer suchen Alternativen, weil sich ihre Zahlungsgewohnheiten ändern oder weil sie Giropay durch andere Methoden ersetzen möchten. Geschäftskunden kündigen oft, um zu anderen Payment-Service-Providern zu wechseln oder ihre Kostenstruktur zu optimieren. Einige wechseln auch aus Datenschutzgründen zu dezentraleren Lösungen oder möchten alte Kontoverknüpfungen löschen.

Ihr Grund ist berechtigt - und Ihre Rechte sind klar definiert. Tocancel zeigt Ihnen transparent, welche Schritte notwendig sind.

Privatkunde oder geschäftskunde: der entscheidende unterschied

Als Privatkunde zahlen Sie keine Gebühren für Giropay, weil Händler die Kosten tragen. Sie können Giropay jederzeit einfach nicht mehr nutzen, ohne eine formale Kündigung einreichen zu müssen. Bei Geschäftskunden gilt anderes: Wenn Sie Giropay über einen Payment-Service-Provider integriert haben, müssen Sie einen strukturierten Kündigungsprozess einleiten und die Verträge ordnungsgemäss beenden.

Diese Unterscheidung bestimmt, ob Sie überhaupt kündigen müssen oder bloss aufhören können zu zahlen.

Ihre verbraucherrechte gemäss BGB und PSD2

Ihre Rechte als Verbraucher in Deutschland sind durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und die europäischen SEPA-Zahlungsrichtlinien (PSD2) geschützt. Diese Gesetze geben Ihnen klare Ansprüche bei Zahlungsausfällen, unautorisiertem Zugriff und Rückerstattungen.

Das BGB schützt ihre zahlungsaufträge und mandate

Nach dem BGB (insbesondere § 675 bis § 676c) haben Sie das Recht, Zahlungsaufträge zu widerrufen und zu stornieren. Bei direkten Lastschriften über Giropay können Sie innerhalb von 8 Wochen nach Belastung Widerspruch einlegen, wenn Sie nicht zugestimmt haben oder die Lastschrift fehlerhaft ist. Dies ist eine zentrale Schutzbestimmung, falls Giropay oder ein Handelspartner unberechtigt Geld von Ihrem Konto abbucht.

Ihre rechtliche Position: Sie müssen keine laufende "Mitgliedschaft" bei Giropay selbst kündigen, da Giropay ein Bezahlverfahren ist, keine Abonnementplattform. Das vereinfacht Ihren Prozess erheblich - Sie können einfach aufhören zu zahlen.

SEPA-Mandatsrückzug und daueraufträge kontrollieren

Wenn Sie ein SEPA-Lastschriftmandat für wiederkehrende Zahlungen über Giropay erteilt haben, können Sie dieses Mandat jederzeit bei Ihrer Bank oder dem Geldempfänger widerrufen. Nach PSD2 muss dieses Widerrufsrecht innerhalb von 4 Wochen verarbeitet werden. Für Daueraufträge, die Sie selbst bei Ihrer Bank eingerichtet haben, können Sie diese unabhängig von Giropay einfach löschen oder ändern.

Wenn ein Unternehmen sich weigert, Ihr Mandat zu widerrufen, können Sie sich an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder Ihre zuständige Landesbank wenden. Tocancel empfiehlt, solche Eskalationen schriftlich festzuhalten.

Methoden zum kündigen und beenden ihrer Giropay-Nutzung

Je nachdem, ob Sie Privatnutzer oder Geschäftskunde sind, gibt es unterschiedliche Wege, Ihre Beziehung zu Giropay zu regeln.

Für privatnutzer: einfach aufhören zu zahlen

Als Privatnutzer von Giropay müssen Sie technisch nicht kündigen. Sie können einfach aufhören, Giropay als Zahlungsmethode zu nutzen. Doch wenn Sie ein Lastschriftmandat oder einen Dauerauftrag eingerichtet haben, sollten Sie diesen aktiv beenden, um sicherzustellen, dass keine weiteren Abbuchungen stattfinden.

Hier ist Ihr Handlungsplan:

  1. Melden Sie sich bei Ihrer Hausbank an (online oder in der Filiale).
  2. Suchen Sie nach aktiven Daueraufträgen oder SEPA-Lastschriftmandaten, die über Giropay laufen.
  3. Löschen Sie jeden Dauerauftrag, der mit Giropay verknüpft ist.
    • Geben Sie den Namen des Empfängers, die Kontonummer oder den Referenztext ein und bestätigen Sie die Löschung.
  4. Widerrufen Sie jedes SEPA-Lastschriftmandat schriftlich oder online.
    • Speichern Sie die Bestätigung des Widerrufs ab.
    • Die Bank muss dies innerhalb von 4 Wochen verarbeiten.
  5. Überprüfen Sie Ihre nächsten Kontoauszüge, um sicherzustellen, dass keine neuen Abbuchungen erfolgen.

Nach diesen Schritten sind Sie als Privatnutzer praktisch "gekündigt" - Sie zahlen nicht mehr und werden nicht mehr belastet.

Für geschäftskunden: formale kündigung einleiten

Wenn Sie Giropay als Geschäftskunde über einen Payment-Service-Provider integriert haben, müssen Sie einen formalen Kündigungsprozess durchlaufen. Dies betrifft häufig Online-Händler oder Dienstleister, die Giropay als Zahlungsoption anbieten.

Hier ist der strukturierte Weg:

  1. Überprüfen Sie Ihren Vertrag mit dem Payment-Service-Provider (nicht direkt mit Giropay).
    • Notieren Sie die Kündigungsfrist (üblicherweise 30 oder 90 Tage).
    • Suchen Sie nach dem Namen und der Adresse des Ansprechpartners für Kündigungen.
  2. Verfassen Sie ein schriftliches Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein.
    • Adressieren Sie dieses an den Payment-Service-Provider, nicht direkt an Giropay.
    • Geben Sie Ihre Geschäftskunden-ID oder Referenznummer an.
    • Nennen Sie das gewünschte Enddatum (mindestens die vereinbarte Kündigungsfrist berücksichtigen).
  3. Senden Sie das Schreiben an die im Vertrag angegebene Adresse.
  4. Bewahren Sie den Rückschein und eine Kopie des Schreibens auf.
  5. Überprüfen Sie nach der Frist, dass Giropay aus Ihrem Checkout-System entfernt wurde.

Tocancel empfiehlt, diese Schritte dokumentiert durchzuführen - so haben Sie Beweis, falls Probleme entstehen.

Gebühren und preisstruktur von Giropay

Giropay hat für Privatnutzer keine direkte Gebührenstruktur. Sie zahlen nichts dafür, Giropay zu nutzen, weil Handelspartner die Kosten tragen.

Nutzertyp Kosten Kündigungsfrist
Privatnutzer Kostenlos Keine formale Kündigung nötig
Geschäftskunde (kleine Transaktion) 1,0 % - 1,9 % des Transaktionswerts 30 - 90 Tage (vertragsabhängig)
Geschäftskunde (hohe Volumina) 0,8 % - 1,5 % (verhandelbar) 30 - 90 Tage (vertragsabhängig)
Integration über Payment-Gateway 0,5 % - 2,0 % plus Gebühren des Gateways 30 - 90 Tage (vertragsabhängig)

Als Privatnutzer zahlen Sie also null Euro - Sie können einfach aufhören zu zahlen und sind sofort fertig.

Häufige fehler beim kündigen von Giropay

Es ist frustrierend, wenn Ihr Kündigungswunsch verpufft oder Sie immer noch Abbuchungen erhalten. Tocancel zeigt Ihnen, wie Sie diese Fehler vermeiden.

Fehler 1: verwechslung von Giropay mit dem Payment-Service-Provider

Viele Nutzer schreiben Kündigungen direkt an Giropay GmbH, obwohl sie eigentlich den Vertrag mit ihrem Payment-Service-Provider (z. B. Paydirekt, Klarna oder einem anderen Gateway-Anbieter) kündigen müssen. Giropay ist nur das Zahlungsprotokoll - nicht der Vertragspartner.

Überprüfen Sie immer, wem Sie tatsächlich Geld zahlen. Das ist Ihr Kündigungsadressat.

Fehler 2: nur die zahlungsmethode entfernen, ohne mandate zu widerrufen

Sie löschen Giropay aus Ihrem Checkout, doch vergessen, die SEPA-Lastschriftmandaten zu widerrufen. Dadurch können alte Handelspartner immer noch von Ihrem Konto abbuchen.

Jedes Mandat muss einzeln widerrufen werden - löschen Sie es nicht aus Ihrem Gedächtnis.

Fehler 3: keine bestätigung für den widerspruch speichern

Sie stellen eine Kündigungsanfrage per E-Mail oder telefonisch, doch erhalten keine schriftliche Bestätigung. Wenn Probleme entstehen, haben Sie keinen Beweis.

Verwenden Sie immer Einschreiben mit Rückschein oder speichern Sie Bestätigungs-E-Mails ab.

Fehler 4: kündigungsfrist ignorieren

Ihr Vertrag sieht eine 90-Tage-Kündigungsfrist vor, doch Sie kündigen erst 30 Tage vor Ablauf Ihres Vertrags. Die Kündigung wird abgelehnt, und Sie zahlen weitere 3 Monate.

Lesen Sie Ihren Vertrag genau und berechnen Sie die Frist rückwärts - so vermeiden Sie teure Überraschungen.

Nach der kündigung: was sie kontrollieren sollten

Sie haben gekündigt - doch Ihre Arbeit ist noch nicht ganz zu Ende. Tocancel empfiehlt diese Kontrollschritte.

Überwachen sie ihre kontoauszüge

Überprüfen Sie Ihre Bankauszüge in den 4 Wochen nach Ihrer Kündigung oder Ihrem Widerruf. Suchen Sie nach Abbuchungen, die mit Giropay, dem Payment-Service-Provider oder alten Geschäftspartnern verknüpft sind. Falls unerwartete Abbuchungen erfolgen, legen Sie sofort Widerspruch bei Ihrer Bank ein.

Bestätigung des endes speichern

Der Payment-Service-Provider oder Ihre Bank sollten die Kündigung oder den Widerruf schriftlich bestätigen. Speichern Sie diese Bestätigung mindestens 2 Jahre lang auf - falls Sie später gefragt werden, ob Sie noch Kunde bist.

Kontakt bei problemen

Falls Giropay oder der Payment-Service-Provider sich weigert, Ihre Kündigung zu akzeptieren, oder wenn Sie nach der Kündigung immer noch belastet werden, eskalieren Sie zu:

  • Ihrer Bank (für Widersprüche gegen Abbuchungen)
  • Der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) (für regulatorische Verstösse)
  • Dem Verbraucherzentrale (für Beratung zu Ihren Rechten)

Vergleich: Giropay vs. alternative zahlungsverfahren

Wenn Sie Giropay kündigen, möchten Sie möglicherweise eine Alternative nutzen. Hier ist ein Überblick über beliebte Optionen.

Zahlungsverfahren Gebühr (privat) Kündigungsfrist Sicherheit
Giropay Kostenlos Keine Sehr hoch (SEPA)
PayPal Kostenlos Keine Hoch (Käuferschutz)
Apple Pay / Google Pay Kostenlos Keine Sehr hoch (Tokenisierung)
Klarna Kostenlos (bei sofortiger Zahlung) Keine Hoch (Käuferschutz)
Kreditkarte (Visa/Mastercard) Kostenlos Keine Hoch (Rückbuchungsrecht)

Giropay bleibt eine der sichersten deutschen Optionen - doch die Alternativen sind ebenso vertrauenswürdig.

Checkliste für ihre Giropay-Kündigung

Nutzen Sie diese Checkliste, um sicherzustellen, dass Sie nichts übersehen:

  • ☐ Entscheiden Sie: Sind Sie Privat- oder Geschäftskunde?
  • ☐ Überprüfen Sie Ihre Bankauszüge auf aktive Daueraufträge oder SEPA-Mandate über Giropay.
  • ☐ Melden Sie sich bei Ihrer Bank an und löschen Sie jeden Dauerauftrag.
  • ☐ Widerrufen Sie jedes SEPA-Lastschriftmandat schriftlich (speichern Sie die Bestätigung).
  • ☐ Falls Sie Geschäftskunde sind: Suchen Sie Ihren Vertrag mit dem Payment-Service-Provider.
  • ☐ Falls Sie Geschäftskunde sind: Verfassen Sie ein Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein.
  • ☐ Bewahren Sie alle Bestätigungen auf (mindestens 2 Jahre).
  • ☐ Überwachen Sie Ihre Kontoauszüge in den folgenden 4 Wochen.
  • ☐ Falls Probleme auftreten: Eskalieren Sie zur BaFin oder Ihrer Verbraucherzentrale.

Kontaktadresse für ihre kündigung

Je nachdem, wen Sie kontaktieren müssen:

Giropay GmbH (Informationen)

Giropay GmbH
Bouchestrasse 12
12435 Berlin
Deutschland

Die Giropay GmbH ist die Betreiberin des Systems, doch Sie kündigen nicht direkt dort. Sie kündigen bei Ihrer Bank (für Mandate/Daueraufträge) oder bei Ihrem Payment-Service-Provider (wenn Sie Geschäftskunde sind).

Behörden bei konflikten

Falls Giropay oder der Payment-Service-Provider sich weigert, Ihren Kündigungswunsch zu respektieren, wenden Sie sich an:

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Graurheindorfer Strasse 108
53117 Bonn
Deutschland
Telefon: +49 228 4108-0
E-Mail: [email protected]

Die BaFin ist die zentrale Regulierungsbehörde für Finanzdienstleistungen in Deutschland und kann erzwingen, dass Ihre Rechte respektiert werden.

Zusammenfassung: ihre rechte und nächsten schritte

Sie haben das Recht, Ihre Nutzung von Giropay zu beenden - als Privatnutzer sofort, als Geschäftskunde mit vertragsgerechter Kündigungsfrist. Das Bürgerliche Gesetzbuch und die PSD2-Richtlinien schützen Sie bei Lastschriften und Mandaten. Ihre Bank muss Widersprechungen innerhalb von 8 Wochen bearbeiten, und Mandate müssen innerhalb von 4 Wochen widerrufen werden.

Tocancel hat tausenden Verbrauchern geholfen, ihre Zahlungsverträge ordnungsgemäss zu beenden und ihre Rechte durchzusetzen. Folgen Sie unserer Checkliste, speichern Sie alle Bestätigungen und überwachen Sie Ihre Kontoauszüge - so vermeiden Sie teure Überraschungen nach Ihrer Kündigung. Falls Sie auf Widerstand stossen, eskalieren Sie zur BaFin oder Ihrer Verbraucherzentrale. Sie haben die Kontrolle über Ihre Finanzen - und Tocancel zeigt Ihnen, wie Sie diese Kontrolle sicher nutzen.

Häufig gestellte Fragen – Giropay

Was ist Giropay und wie funktioniert es?

Giropay ist ein sicheres Online-Bezahlverfahren, das von deutschen Banken entwickelt wurde. Es ermöglicht Nutzern, über ihr Online-Banking zu bezahlen, ohne eine aktive Mitgliedschaft zu benötigen.

Wie kann ich Daueraufträge über Giropay beenden?

Um Daueraufträge zu beenden, melden Sie sich bei Ihrem Online-Banking an und suchen Sie im Bereich 'Daueraufträge' nach den entsprechenden Aufträgen, die Sie löschen möchten.

Was sind meine Rechte als Verbraucher bei Giropay?

Ihre Rechte sind durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und die SEPA-Richtlinien geschützt. Sie können Zahlungsaufträge innerhalb von 8 Wochen nach Belastung widerrufen.

Wie widerrufe ich ein SEPA-Lastschriftmandat?

Ein SEPA-Lastschriftmandat können Sie jederzeit bei Ihrer Bank oder dem Geldempfänger widerrufen. Dies muss innerhalb von 4 Wochen bearbeitet werden.

Gibt es Fristen, die ich beim Kündigen beachten sollte?

Die Fristen hängen von der Art der Transaktion ab. Bei SEPA-Lastschriften haben Sie 8 Wochen Zeit, um Widerspruch einzulegen, während Daueraufträge sofort gelöscht werden können.

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